Archiv 2 2009 - 2010
Gedenkstätte - Liegenschaft - Nazi-Euthanasie
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- 4. Februar 2010, Kinderfachabteilungen in NRW
- 27. Januar 2010, Gedenkstunde 2010
- 22. Januar 2010, Filmaufnahmen
- 22. Dezember 2009, Memoo - denkwürdige Orte
- 7. Dezember 2009, Landgericht Mönchengladbach
- 17. November 2009, Kinderfachabteilungen
- 8. November 2009, Gedenken in Lobberich
- 28. Oktober 2009, Patenschaft/Pflege
- 24. Oktober 2009, Kriegsspiele
- 5. September 2009, Gebäudeschäden
- 18. April 2009, Führungen durch Hostert
- 16. April 2009, Cannabis-Plantage im Keller
- 15. April 2009, Nickelback
- 27. Januar 2009, Rheinische Post
- 27. Januar 2009
- Januar 2009, Ausstellung im Rathaus
4. Februar 2010, Kinderfachabteilungen in NRW
In der von Prof. Lutz Kaelber veröffentlichten Dokumentation zu der Erinnerungsarbeit an den Standorten der KFA im deutschen Herrschaftsgebiet sind jetzt auch Dortmund- Aplerbeck und Niedermarsberg, beide in Westfalen, zu finden. Siehe auch Eintrag vom 17. November 2009.27. Januar 2010, Gedenkstunde 2010







Weiße Rosen erinnerten an die ermordeten Kinder, die hier in Waldniel-Hostert begraben wurden, an die Opfer in den Vernichtungslagern und zugleich an die Münchener Studenten, die ihren Widerstand gegen die Nazi-Herrschaft mit dem Leben bezahlten. Die von den 10. Klassen der Europa-Schule Schwalmtal gestaltete Feier zum 27. Januar beeindruckte. Die zahlreichen Gäste kamen von der Realschule Schwalmtal, aus Rat und Verwaltung, darunter Bürgermeister Schulz, aus Politik, Kirche und Nachbarschaft.
Ausführlicher Bericht im Grenzland-Kurier Viersen vom 28.1.2010
Auch in der Psychiatrie in Viersen-Süchteln fand am demselben Tage eine Gedenkstunde statt. Der Grenzland-Kurier Viersen berichtete am 29. Januar.
22. Januar 2010, Filmaufnahmen

Am 22. Januar 2010 fanden in und vor den verlassenen Gebäuden in Hostert Dreharbeiten zu dem deutsch-norwegischen Film "Home for Christmas" statt. Ort der Handlung ist der Kosovo zur Weihnachtszeit.


Hauptperson ist ein kleiner Junge, der Weihnachten feiern will.

Hier hat er gerade Pause und scherzt vor der Filmkamera.
Weitere Infos zum Filmprojekt
22. Dezember 2009, Memoo - denkwürdige Orte
Die Landeszentrale für politische Bildung NRW hat der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld rund 30.000 Euro für das deutsch-niederländische Projekt "Memoo - denkwürdige Orte" bewilligt. Wie die Stadt vergangene Woche mitteilte, widmet sich das Projekt mit Partnern aus den Niederlanden den Orten, die bislang von der Tourismusförderung eher ausgeklammert wurden. Das seien etwa die Kriegsgräberanlage in Ysselsteyn, das Museum Liberty Park in Overloon, die Kriegsgräberstätten bei Kleve, die verlassene Synagoge in Issum, die Gedenkstätte für die Kindereuthanasie in Waldniel-Hostert und die Villa Merländer in Krefeld, der Sitz der NS-Dokumentationsstelle, hieß es. Niederländische und deutsche Experten wollen populäre Ortsbeschreibungen erarbeiten, die im Internet zum Mitnehmen bereitgestellt werden sollen. (Quelle: Rheinische Post, Krefeld)
7. Dezember 2009, Landgericht Mönchengladbach
Heute wurden in Mönchengladbach die beiden Männer, Vater (58) und Sohn (30), die in den Cannabis-Anbau in Hostert verwickelt gewesen gewesen waren, zu einem Jahr bzw. zwei Jahren Gefängnis mit Bewährungverurteilt. Der Sohn muss eine Geldbuße von 5.000 € zahlen, der arbeitslose Vater 250 Arbeitsstunden leisten. (RP Viersen v. 8.12.09) Die Rheinische Post berichtete online: Prozess wegen Hanf-Anbau in Hostert17. November 2009, Kinderfachabteilungen
Prof. Lutz Kaelber aus Vermont/USA, der vergangenes Jahr Waldniel-Hostert aufsuchte und sich über die Gedenkarbeit vor Ort informieren ließ, hat jetzt ins Internet eine Website gestellt, die detailliert alle Kinderfachabteilungen im deutschen Herrschaftsgebiet aufführt und die unterschiedlichen Ansätze zum Gedenken an die Opfer dokumentiert. (Achtung: Angaben zu versch. Einrichtungen fehlen noch z.Z.):http://www.uvm.edu/~lkaelber/children/
8. November 2009, Gedenken in Lobberich
Während einer Gedenkstunde zur Pogromnacht im Ev. Gemeindezentrum, Steegerstraße, informierte der pensionierte Hauptschullehrer Peter Zöhren die Anwesenden über die Nazi-Euthanasie und die Morde in der Kinderfachabteilung Waldniel-Hostert. Vier Plakate im Format Din A0 illustrierten die Ausführungen und sind im Ev.Gemeindezentrum noch bis Ende Januar 2010 zu sehen. Bericht der RP vom 10.11. 200928. Oktober 2009, Patenschaft/Pflege
Wie alljährlich im Herbst waren Schüler und
Schülerinnen der Hauptschule-Europa-Schule Schwalmtal auf der
Gedenkstätte, um den Müll zu entfernen und das Laub zu
kehren. Der Gedenkstein wurde gründlich gereinigt, freigeschnitten
und bepflanzt. Auch die Ruhebank, die 1999 von einer britischen
Einheit gestiftet worden war, wurde gesäubert.
24. Oktober 2009, Kriegsspiele
Samstagnacht war der Gebäudekomplex Ort einer sogenannten "Nacht-Operation". Junge Leute in Militärkleidung, ausgerüstet mit täuschend echt nachgebildeten Waffen, spielten Krieg. Security gewährte am Tor ausgewählten Personen den Zutritt. Dem Vernehmen nach sollen 15 € als Eintritt zu zahlen gewesen sein.5. September 2009, Gebäudeschäden
Bei der Führung durch die Kirche Anfang September war die Zunahme der Gebäudeschäden im Vergleich zum Frühjahr augenscheinlich. Zwei Fotos dokumentieren den Zustand beispielhaft.
Fenster in der Westwand der ehemaligen Kirche, September 2009

Abschluss des Kirchenschiffs mit Wasserschäden (weiße Flecken im Wandgemälde!!), September 2009.
Weitere aktuelle Fotos zu Hostert von Bernd Hohnstock, Viersen
18. April 2009, Führungen durch Hostert
An drei Samstagen im Frühjahr und Sommer trafen sich zur Führung durch Hostert bzw. die Kent-School ingesamt mehr als 180 Personen in der Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide.
Nach einer halbstündigen Information über die schwierige Geschichte wurde zuerst der ehemalige Anstaltsfriedhof, jetzt die Gedenkstätte, aufgesucht. Hier gedachten die Besucher der ermordeten behinderten Kinder und der 1044 aus Hostert abtransportierten erwachsenen geistig behinderten und psychisch kranken Patienten.

Da der Eigentümer E. Janssen freundlicherweise den Zugang gestattet hatte, konnten danach Räume der ehemaligen "Kinderfachabteilung" und die entweihte Kirche besucht werden. Das Betreten des Geländes und der Gebäude geschah auf eigene Gefahr, denn Eigentümer und Veranstalter hatten eine Haftung ausschlossen. Dadurch war der Bewegungsraum zum Leidwesen mancher Besucher eng begrenzt.


Ein weiterer Termin wird aufgrund des großen Interesses voraussichtlich im Frühjahr 2010 angeboten.
Rheinische Post vom 21.4.09
Grenzland-Nachrichten vom 23.4.09
16.
April 2009, Cannabis-Plantage im Keller
Laut Pressemitteilung der Kreispolizei Viersen wurde heute Morgen durch
Beamte der Kripo Nettetal, einer Einsatzhundertschaft
Mönchengladbach und mehreren Diensthundeführern das
Gelände der ehemaligen Kent-School durchsucht. In einem Keller
wurden in zwei separaten Räumen 1500 Cannabis-Pflanzen von ca. 50
cm Größe gefunden, die durch entsprechende Beleuchtung und
Belüftung fachmännisch versorgt in ein bis zwei Wochen vor
ihrer Erntereife standen. Bei der Durchsuchung der Gebäude wurden
keine Personen angetroffen. Ermittlungen zu Betreibern und
Hintermännern dauern noch an.Westdeutsche Zeitung vom 17.4.09
15. April 2009, Nickelback

Die kanadische Rockgruppe Nickelback trat am 8. September 2008 in der Köln-Arena auf. Zuvor gab es in der Kirche ein Foto-Shooting. Das Bild zeigt die Musiker vor den Fenstern der Seitenkapelle in der ehemaligen Anstaltskirche. Weitere Fotos lassen sich im Internet finden. (Quelle: nickelback.com)
27. Januar 2009, Rheinische Post

Die Rheinische Post/Grenzlandkurier Viersen berichtet über die Gedenkstunde und stellt die Problematik der Nazi-Euthanasie an einem noch immer aktuellen Schicksal dar.
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27. Januar 2009
SchülerInnen der Klasse 10 der Hauptschule Schwalmtal gestalteten wie in den Vorjahren die Gedenkstunde für die Opfer der Nazi-Euthanasie anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945. Schulleiter Arthur Siemes erinnerte an das Schicksal der Patienten in der Heil- und Pflegeanstalt und in der Kinderfachabteilung Waldniel.
Stolpersteine im Rasen und Schilder mit Namen und Alter der kindlichen Opfer machten die unheilvolle Vergangenheit sichtbar. Silber gestrichene Kiesel in der Hand ließen die Kälte spüren, die zu überwinden alle Teilnehmer aufgerufen wurden.
Viele Gäste waren gekommen, Bürgermeister Reinhold Schulz, stellvertr. Bürgermeister Kurt v.d. Flierdt, Fraktionsvorsitzender Höckendorf, weitere Vertreter des Rates und van Grimbergen von der Verwaltung der Gemeinde Schwalmtal, Pfarrer Aymanns und Pastoralreferent Kursawa von der kath., Pfarrer Thummes von der evangelischen Kirche, Schüler und Schülerinnen aller weiterführenden Schulen und zahlreiche Bürger.


Januar 2009, Ausstellung im Rathaus

Die Bilderwand der Hauptschule Schwalmtal wurde für eine Woche im Rathaus der Gemeinde aufgestellt. Sie informierte die Öffentlichkeit über die Erinnerungsarbeit der Schule von 1988 an und lud zur Gedenkfeier ein.
