Aktuelles        2009 - 2012


Gedenkstätte - Liegenschaft - Nazi-Euthanasie

  

Gedenkstätte, 2007Hier finden Sie Informationen zur Liegenschaft Hostert, zur Gedenkstätte und zum Themenkreis "Euthanasie und Behinderung" von 2009 an.  
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27. Januar 2012, Gedenkstunde

Um 9 Uhr fand auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof die alljährliche Gedenkstunde statt. bei der unter dem Leitwort "Wider das Vergessen" den Opfern der NS-Diktatur gedacht wurde.
Gedenkstunde Waldniel-Hostert 2012
Gestaltet wurde die Feier von Schülern der Europaschule Schwalmtal, die seit 25 Jahren die Patenschaft für die Gedenktstätte inne hat. Mehr als 150 Personen waren der Einladung gefolgt, Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I, Bürgermeister Reinhold Schulz, zahlreiche Ratsherren, die Pfarrer Aymanns und Thummes sowie Pastoralreferent F. Kursawa als Kirchenvertreter, Menschen aus der Waldnieler Behinderteneinrichtung des LVR sowie zahlreiche weitere interessierte Bürger.
Gestaltet wurde die Feier von Schülern der Europaschule Schwalmtal, die seit 25 Jahren die Patenschaft für die Gedenktstätte inne hat. Mehr als 150 Personen waren der Einladung gefolgt, Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I, Bürgermeister Reinhold Schulz, zahlreiche Ratsherren, die Pfarrer Aymanns und Thummes sowie Pastoralreferent F. Kursawa als Kirchenvertreter, Menschen aus der Waldnieler Behinderteneinrichtung des LVR sowie zahlreiche weitere interessierte Bürger.
Gedenkstunde Waldniel-Hostert 2012
Gedenkstunde Waldniel-Hostert 2012

Um 15 Uhr begann im Verwaltungsgebäude des LKH Viersen mit einer Ansprache des Chefarztes Dr. Leidinger die Gedenkstunde. Daran schloss sich ein Gang zu den "Stolpersteinen" an, von wo die Busse der Gekrat die Patienten abtransportierten. Die Veranstaltung endete nach ca. 90 Minuten in der Johanniskirche.

26. Januar 2012, 25 Jahre Patenschaft

Hauptschule Schwalmtal
Der Grenzland-Kurier Viersen berichtet von der Patenschaft der Hauptschule Schwalmtal, heute Europaschule,  für die Gedenkstätte Hostert. Artikell lesen/drucken


November 2012, Totengedenken

Berlin (kna) Der Bundestag hat sich für ein würdiges Denkmal für die Opfer der Euthanasie-Morde der Nazis ausgesprochen. Es soll errichtet werden auf dem Gelände der Tiergartenstraße 4 in Berlin, wo die Dienststelle untergebracht war, welche den Massenmord an ca. 300.000 geistig Behinderten und Kranken organisierte.

Schwalmtal An Allerheiligen fand am Kreuz hinter der Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide, das alljährliche Totengedenken statt,  um den Opfern des Terrors aus Willkür und Menschenverachtung eine Stimme zu geben. Lichter wurden aufgestellt als Zeichen dafür, dass wir glauben, dass diese Frauen und Männer, diese Kinder, die in Hostert getötet wurden, leben, in der neuen Welt Gottes und in seiner Hand geborgen sind.

Vor Allerheiligen erneuerte die Europaschule Schwalmtal gemäß ihrer Patenschaft von Anfang 1987 die Bepflanzung um den Kissenstein auf der Gedenkstätte (s.u.). Schüler bemühten sich darüber hinaus, das Laub zusammenzukehren.

Oktober 2011, Pflege durch die Kommunalgemeinde

Kinderfachabteilung Waldniel-Hostert
Kinderfachabteilung Waldniel-Hostert
Kinderfachabteilung Waldniel-Hostert,2011
Mitte Oktober waren die Buchenhecke geschnitten und der Rasen gemäht. Der Bauhof der Gemeinde Schwalmtal hatte wieder ganze Arbeit geleistet.

18. September 2011, Zugangserlaubnis

Kent School Hostert, Gedenkstätte
Das aktuelle Schild warnt vor unbefugtem Betreten des Kent-School-Geländes. Es gibt für Nachfragen auch eine Email-Adresse an: kentschool@web.de

23. August 2011, Neuerscheinung

Herausgegeben von Lutz Kaelber und Raimund Reiter ist jetzt ein Sammelband erschienen, der sich mit "Kindermord und Kinderfachabteilungen im NS", Gedenken und Forschung befasst. Andreas Kinast ist der Autor des Kapitels "Kindermord in Waldniel und die Legende vom Widerstand". Das Buch kostet 39,80 €. Zum Verlagsinfo.

11. August 2011, Bürgermeister-Interview

Der Schwalmtaler Bürgermeister Schulz am 11. August in der RP Viersen:
"..... und ich ärgere mich über gleichgültige Hundebesitzer, die das Häufchen auf dem Bürgersteig liegen lassen. Das sind die kleinen Sachen, über die man sich ärgert. Im Großen stört mich die Kent School, aber da haben wir ja keinen Einfluss darauf, ob da was passiert. Was die Schlossbrauerei  angeht,...."

7. Juli 2011, PID beschlossen

Mit deutlicher Mehrheit hat der Bundestag heute dem Gesetzentwurf zugestimmt, der die Präimplantationsdiagnostik erlaubt. Damit ist es jetzt auch in der BRD möglich, Menschen zum frühesten Entstehenszeitpunkt zu selektionieren. Die Argumente,  die diese Öffnung für bedenklich halten, wurden verworfen, ebenso auch z.B. der Einwand, dass es "kein Recht auf ein Kind und erst recht kein Recht auf ein makelloses" geben würde (Ilja Seifert, Die Linken).

6. Juli 2011, LVR-Klinik Viersen

Im Rahmen einer Weiterbildungsveranstaltung für die Mediziner und Pflegekräfte der LVR-Klinik Viersen informierte Andreas Kinast über die Morde in der Kinderfachabteilung Waldniel und die Verstrickung der leitenden Funktionsträger. Anschließend beantwortete er Fragen der Anwesenden.
Spannend wurde es, als ein Gast, die Veranstaltung war für die Öffentlichkeit zugänglich, nach dem hypokratischen Eid der mordenden Ärzte fragte.  Der Leitende Arzt Dr. Leidinger wies daraufhin, dass Ärzte zu solchen Taten kommen und zugleich "toller Arzt" als auch Mörder sein könnten. Er wies u.a. auf den Mediziner Carl Schneider, Heidelberg, hin, der versucht habe, die Anstalt zu leeren, um die Behandlung der Heilbaren zu forcieren. Ein solides Wertesystem sei Voraussetzung, um Ähnliches zu verhindern. Dazu diene auch diese Fortbildung.  

2. Juli 2011, Gedenkstätte - ein Spielplatz?

Gedenkstätte Waldniel-Hostert, 2011
Gedenkstätte Waldniel-Hostert 2011
Gedenkstätte Waldniel-Hostert 2011
Die Ruhebank vor dem Gedenkstein wurde wie Tor, Pfeiler, Kreuz mit Schlamm beschmiert. Ein Rundstab wurde aus dem linken Torflügel herausgebrochen. Zerstörung und Dreck! Die Opfer der Nazi-Ideologie können sich nicht wehren.


Mai 2011, 2. Auflage mit Korrekturen

Kinast, "Das Kind ist nicht abrichtfähig ..." ist jetzt wieder im Handel, nachdem die erste Auflage erfreulicherweise innerhalb weniger Wochen verkauft war. Der Autor nutzte die Gelegenheit, um u.a. einige Angaben zur Geschichte der Gebäude zu korrigieren. So wird jetzt deutlich, dass der verbindende Mitteltrakt nicht in der NS-Zeit, sondern in den fünfziger Jahren unter den Engländern für ein Militärhospital erstellt worden ist.

21. April 2011, Pflegearbeiten Gedenkstätte

Gedenkstätte Waldniel-Hostert, 2011
Der Bauhof der Gemeinde Schwalmtal hat zum Osterfest die Gedenkstätte  für die Opfer der NS-Euthanasie vorbildlich hergerichtet.
Gedenkstätte Waldniel-Hostert, 2011
Hier stolziert ein Hahn, um 09:30 Uhr.
Gedenkstätte Waldniel-Hostert, 2011
Von Schülern der 10. Klasse der Europaschule Schwalmtal hergerichtet: "Vergeben ja. Vergessen nie."

21. April 2011, Pflegearbeiten Ehrenmal

Pfarre St. Matthias Schwalmtal, St. Mariae Himmelfahrt
Der Gemeindeauschuss St. Mariae Himmelfahrt hat das Ehrenmal von 1962 wieder "auf Vordermann gebracht". Bäume wurden gefällt, Rasen neu eingesät, Platten befestigt.
Pfarre St. Matthias Schwalmtal, St. Mariae Himmelfahrt
Auch die Schrift auf den Tafeln von 1982 wurde nachgezogen. 


27. März 2011, Kirchenzeitung berichtet

Die Kirchenzeitung für das Bistum Aachen berichtet auf Seite 3 über das 2010 erschienene Buch des Kempener Autors Andreas Kinast. Als pdf-Datei lesen?Kinderfachabteilung waldniel, Kinast

17. Februar 2011, Buchvorstellung in Waldniel

Mittels einer Beamer-Präsentation veranschaulichte der Autor Andreas Kinast vor mehr als 70 Zuhörern in der Gemeindebibliothek am Markt den Prozess, der zur Ermordung der geistg behinderten Kinder in Waldniel-Hostert führte. Detailreich schilderte er die Vorgänge in der Kinderfachabteilung, indem er sowohl aus schriftlichen Unterlagen als auch aus eigenen Augenzeugeninterviews zitierte. Als er die Fotos von Anneliese, einem Kind mit Down-Syndrom, zeigte, und anschließend den Brief eines besorgten Vaters und die rüde Antwort des Tötungsarztes Hermann Wesse vortrug, war die Betroffenheit der Anwesenden spürbar. Zum Schluss beantwortete Andreas Kinast Fragen der Zuhörer. Für den  beeindruckenden Abend dankten sie dem Autor mit kräftigem Beifall.

9. Februar 2011, Kaufvertrag für die Kent School?

Laut Bericht der RP Viersen soll es einen notariellen Kaufvertrag für die Kent School geben. Erwerber soll eine Handelsgesellschaft aus dem Bergischen sein. Der Kaufpreis beträgt dem Vernehmen nach 1,5 Mill. Euro. Der Eigentümer Elmar Janssen wollte sich gegenüber der RP noch nicht dazu äußern. Zum Bericht der RP vom 9.2.2011.

3. Februar 2011, Buchvorstellung in Krefeld

Der Autor Andeas Kinast stellte in der Villa Merländer in Krefeld sein im Dezember erschienenes Buch "Das Kind ist nicht abrichtfähig.... " vor. Über die gut besuchte Veranstaltung berichtete die WZ Krefeld.

27. Januar 2011, Gedenktag LVR Viersen

RP Viersen, Foto Busch
Am Samstag, dem 29. Januar berichtete die Rheinische Post Viersen von der Veranstaltung. Das Foto (Busch/RP Viersen) zeigt die Plakate zur Kinderfachabteilung Waldniel in der Johanniskirche, der Anstaltskirche, in der auf beeinduckende Art und Weise  den Opfern der NS-Euthanasie gedacht wurde.
Weiterer Bericht in "Extra Tipp am Sonntag" vom 30. Januar 2011

27. Januar 2011, Gedenkstunde Waldniel, 9 Uhr

am Samstag, dem 29. Januar berichtete die Rheinische Post Viersen von der Veranstaltung. Gestaltet wurde diese Gedenkstunde von einer 10. Klasse der Europaschule Schwalmtal, welche seit 1988 die Gedenkstätte betreut. Wieder waren zahlreiche Bürger gekommen, so auch eine Gruppe von der Wohngruppe Waldniel des HPH,  Vertreter von Politik und Kirche unter ihnen Bürgermeister Reinhold Schulz, sein Stellvertreter Kurt v.d. Flierdt, die Pfr. Aymanns und Thummes. Sogar der WDR (Zum Beitrag) drehte einige Passagen mit. Bericht der RP Viersen vom 29. Januar 2011 
Waldniel-Hostert 2011
Waldniel-Hostert 2011
Waldniel-Hostert 2011
Waldniel-Hostert 2011
Waldniel-Hostert 2011

22. Januar 2011, Buchvorstellung

In den Räumen der Sparkasse Krefeld in Waldniel stellte Autor Andreas Kinast sein Buch der Öffentlichkeit vor. Rheinische Post/Grenzlandkurier Viersen RP-online mit Fotostrecke

3. Januar 2011, Zugang zur Kent School?

Kent School Hostert
Seit Kurzem hängt neben dem Hinweis auf den Eigentümer Elmar Janssen diese Info-Tafel an dem Zugangstor neben der Gedenkstätte.

3. Januar 2011, Pflegearbeiten durch den Bauhof

Waldniel-Hostert, 2011
Der Bauhof der Gemeinde Schwalmtal schneidet die Buchenhecke zurück und entfernt Totholz.

8. November 2010, Neuerscheinung

Cover, Kinast, 2010
In der angesehenen Reihe "Rheinprovinz" des Landschaftsverbandes Rheinland ist das Buch von Andreas Kinast über die Kinderfachabteilung Waldniel erschienen.
Der Verlag schreibt u.a:
"Das vorliegende Buch präsentiert erstmals eine umfassende Analyse der noch vorhandenen Unterlagen dieser Abteilung. In akribischer Recherchearbeit förderte der Autor Andreas Kinast eine Fülle weiterer Materialien, wie Prozess-, Personal- und Krankenakten, die mit dem Themenkomplex zusammenhingen, zutage und wertete es aus. Zudem wurden die letzten noch lebenden Zeitzeugen vom Autor ausfindig gemacht und befragt. Sie steuerten zum Teil einzigartiges Material aus Familienbesitz bei. Entstanden ist eine präzise Dokumentation und eingehende Analyse der furchtbaren Vorgänge in der Kinderfachabteilung Waldniel in den Jahren 1941-43 und der Kinder-„Euthanasie“ in der NS-Zeit."  Weitere Informationen

5. November 2010, Zugangserlaubnis

Infoschild 2010, Kent-School Schwalmtal
Seit geraumer Zeit hängt am Tor der Zufahrt zum Gelände der ehemaligen Kent School Schwalmtal-Hostert diese Information.

28. Oktober 2010, Merländerstiftung, Krefeld

Merländer-Stiftung Krefeld
Kirchenzeitung für das Bistum Aachen, v. 24.10.2010

7. Oktober 2010, Pflegearbeiten der Europaschule

Gedenkstätte, Europaschule Schwalmtal, 2010
Gedenkstätte, Europaschule Schwalmtal, 2010
Gedenkstätte, Europaschule Schwalmtal, 2010
Vor 23 Jahren übertrug der Gemeinderat der Hauptschule, heute Europaschule Schwalmtal, die Patenschaft für die Gedenkstätte.  In diesem Herbst waren wieder wie in den Vorjahren Jugendliche aus den Klassen 9 und 10 bereit, die Pflege fortzuführen. 


17. Juli 2010, Immobilienmakler HIC

Waldniel-Hostert, HIC
Der Immoblilienmakler Hoersch, Nettetal, bietet jetzt das Areal in Waldniel-Hostert zum Kauf an. Interessant sind die Illustrationen, ein aktueller Film über die Gebäude und die Kirche, Grund- und Aufrisse verschiedener Gebäude aus den Jahren 2001 ff. und verschiedene Lagepläne.  Dieses detaillierte Angebot ist zur Zeit zu finden unter dem Link 
Immobilienscout24

16. Juni 2010, Projekt Memoo im Internet

Mittlerweile finden sich Informationen zur Gedenkstätte und zur Geschichte von Waldniel-Hostert im Internet-Portal des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Krefeld im Rahmen des deutsch-niederländischen Projekt "Memoo".
Projekt Memoo/Info  und Projekt Memoo/Zum Sprechtext

12. Juni 2010, Führung abgesagt

Waldniel-Hostert, 2010
Für diesen Tag war eine Führung von der Kirche St. Mariae Himmelfahrt aus über die Gedenkstätte bis in die ehemalige Kinderfachabteilung und Anstaltskirche geplant.  Wegen der Gefährdung durch die baulichen Gegebenheiten musste sie leider abgesagt werden. Nähere Informationen dazu RP v. 2. Juni und RP v. 3. Juni  

04. Juni 2010, Fronleichnam

Aufgrund der trockenen Witterung wurde dieses Jahr wieder auf der Gedenkstätte das Fronleichnamsfest von St. Mariae Himmelfahrt Waldnieler Heide gefeiert. Pfarrer K.W. Koerschgens rief  während der Messe die Opfer der NS-Euthanasie in Erinnerung, auf deren Gräbern die Gläubigen gerade standen.
Gedenkstätte Waldniel Hostert, 2010
Gedenkstätte Waldniel Hostert, 2010
Gedenkstätte Waldniel Hostert, 2010 

19. Mai 2010, Meinungen zur Präsentation

"Uns hat diese Ausstellung beeindruckt und berührt".
Julia F.,10c der Europaschule Schwalmtal
"Unbegreiflich noch immer! Danke dafür, dass die Erinnerung wach gehalten wird!"
Uwe M.
"Eine gute und wichtige Sache. Nie darf so etwas in Vergessenheit geraten!"
Christa B.
"Das haben wir, mein Sohn war Schüler der Kent-School, nicht gewusst. Es gab nur Gerüchte."
Besucherin
"Zu einem Erholungswochenende waren wir in Hadamar. Wir haben da die Euthanasie-Gedenkstätte mit dem Vergasungsraum besucht. Der war klein, ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie da so viele Menschen rein passten......"
R., Besucher
"Es muss damit endlich mal Schluss sein!"
Besucherin
 

18. Mai 2010, Rathaus Waldniel 

Vom 13. April an waren fünf Wochen lang im Foyer des Rathauses in Waldniel vier Schautafeln zu sehen, die bereits im Ev. Gemeindezentrum Lobberich ausgestellt waren. Sie informierten die Öffentlichkeit über die Kent-School Hostert als Nazi-Tötungsanstalt für geistig behinderte Kinder und die Bemühungen der Gemeinde Schwalmtal, das Gedenken an die Opfer der Nazi-Euthanasie wach zu halten.
Gedenkstätte Waldniel, 2010
Gedenkstätte Waldniel, 2010
Weiter zu Schautafel 3, Schautafel 4
RP/Grenzland-Kurier Viersen vom 22. April 2010

18. Mai 2010, Prof. Kaelber zu Besuch

Prof. Lutz Kaelber, Vermont/USA, suchte zum zweiten Mal die Gedenkstätte auf und informierte sich dort über die Ausdehnung des Anstaltsfriedhofs und die vermutete Lage der Kindergräber. Danach reiste er weiter nach Dortmund-Aplerbeck zum nächsten Standort einer KFA in NRW, dann weiter nach Lüneburg, wohin Sommer 1943 38 kleine Waldnieler Patienten transportiert wurden. Von ihnen erlebten 11 das Kriegsende.

Prof Kaelber informiert auf seiner Website über die Nazi-Verbrechen an behinderten Kindern in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen sowie über die Erinnerungsarbeit an den betreffenden Orten. Jetzt ist auch Waldniel darin zu finden. Zur Kinderfachabteilung Waldniel 

5. Mai 2010, Projekt Memoo - denkwürdige Orte

Vor Ort informierte sich die Projektleiterin Frau Dr. Schupetta, Stiftung Merländer/Stadtarchiv Krefeld, zusammen mit ihrem Mitarbeiter Herrn Ostrowski über die Gedenkstätte Waldniel-Hostert. Bei dem Gespräch waren u.a. anwesend Herr Tiskens, Gemeindeverwaltung Schwalmtal, und Herr Hubert van Horrick, Schulleiter i.R.
Ziel des Projekts ist es, ca. 20 Stätten des Gedenkens im deutsch-niederländischen Grenzraum zu vernetzen. Weitere Informationen: Pressemitteilung der Villa Merländer, Krefeld.


29. April 2010, Eine Idee für Hostert

Laut Rheinische Post, Viersen, vom 29. April planen die Eheleute Fiene, Krefeld, auf dem Gelände Reiter auszubilden, Pferde zu schulen und ein kleines Hotel einzurichten. Für Samstag, den 5. Juni, haben sie das Gelände gemietet, um dort an einem Tag der Offenen Tür ihre Idee des "Connected Riding" vorzustellen. Die RP berichtet ausführlich. Auch der Eigentümer Elmar Janssen und das Planungsamt der Gemeinde Schwalmtal kommen im dem Zeitungsartikel zu Wort. Zum Bericht.


24. April 2010, Führung

Waldniel-Hostert
An dieser Veranstaltung nahmen etwa 25 Personen im Alter zwischen 9 und 75 Jahren teil. In der Kirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide, erfolgte ausgehend von den sakralen Gegenständen aus der ehemaligen Anstaltskirche eine Einführung in die Geschichte von Hostert sowie des Nazi-Euthanasie-Programms mit den Morden in der Kinderfachabteilung Waldniel.
Auf der Gedenkstätte wurde der Opfer gedacht. Ein Raum in der ehemaligen KFA, hier waren die Kleinsten untergebracht, wurde aufgesucht. Zum Schluss der kostenlosen Führung konnten die Teilnehmer einen Blick in die prächtig ausgemalte Kirche werfen, durften aber nicht fotografieren. Denn der Eigentümer hatte das Fotografieren untersagt. 


27. Januar 2010, Gedenkstunde 2010

Europaschule Schwalmtal, 2010
Europaschule Schwalmtal, 2010
Europaschule Schwalmtal, 2010
Europaschule Schwalmtal, 2010
Schwalmtal Hostert, 2010
Schwalmtal Hostert, 2010
Schwalmtal Hostert, 27.1.2010
Weiße Rosen erinnerten an die ermordeten Kinder, die hier in Waldniel-Hostert begraben wurden, an die Opfer in den Vernichtungslagern und zugleich an die Münchener Studenten, die ihren Widerstand gegen die Nazi-Herrschaft mit dem Leben bezahlten. Die von den 10. Klassen der Europa-Schule Schwalmtal gestaltete Feier zum 27. Januar beeindruckte. Die zahlreichen Gäste kamen von der Realschule Schwalmtal, aus Rat und Verwaltung, darunter Bürgermeister Schulz, aus Politik, Kirche und Nachbarschaft.
Ausführlicher Bericht im Grenzland-Kurier Viersen vom 28.1.2010
Auch in der Psychiatrie in Viersen-Süchteln fand am demselben Tage eine Gedenkstunde statt. Der Grenzland-Kurier Viersen berichtete am 29. Januar.


22. Januar 2010, Filmaufnahmen

Home for Christmas, Pandorafilm
Am 22. Januar 2010 fanden in und vor den verlassenen Gebäuden in Hostert Dreharbeiten zu dem deutsch-norwegischen Film "Home for Christmas" statt. Ort der Handlung ist der Kosovo zur Weihnachtszeit. 
Home for Christmas, Pandorafilm
Home for Christmas, Pandorafilm
Hauptperson ist ein kleiner Junge, der Weihnachten feiern will.
Home for Christmas, Pandorafilm
Hier hat er gerade Pause und scherzt vor der Filmkamera.
Weitere Infos zum Filmprojekt


22. Dezember 2009, Memoo - denkwürdige Orte

Die Landeszentrale für politische Bildung NRW hat der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld rund 30.000 Euro für das deutsch-niederländische Projekt "Memoo - denkwürdige Orte" bewilligt. Wie die Stadt vergangene Woche mitteilte, widmet sich das Projekt mit Partnern aus den Niederlanden den Orten, die bislang von der Tourismusförderung eher ausgeklammert wurden. Das seien etwa die Kriegsgräberanlage in Ysselsteyn, das Museum Liberty Park in Overloon, die Kriegsgräberstätten bei Kleve, die verlassene Synagoge in Issum, die Gedenkstätte für die Kindereuthanasie in Waldniel-Hostert und die Villa Merländer in Krefeld, der Sitz der NS-Dokumentationsstelle, hieß es. Niederländische und deutsche Experten wollen populäre Ortsbeschreibungen erarbeiten, die im Internet zum Mitnehmen bereitgestellt werden sollen. (Quelle: Rheinische Post, Krefeld)

7. Dezember 2009, Landgericht Mönchengladbach

Heute wurden in Mönchengladbach die beiden Männer, Vater (58) und Sohn (30), die in den Cannabis-Anbau in Hostert verwickelt gewesen gewesen waren, zu einem Jahr bzw. zwei Jahren Gefängnis mit Bewährungverurteilt. Der Sohn muss eine Geldbuße von 5.000 € zahlen, der arbeitslose Vater 250 Arbeitsstunden leisten. (RP Viersen v. 8.12.09) Die Rheinische Post berichtete online: Prozess wegen Hanf-Anbau in Hostert 

17. November 2009, Kinderfachabteilungen

Prof. Lutz Kaelber  aus Vermont/USA, der vergangenes Jahr Waldniel-Hostert aufsuchte und sich über die Gedenkarbeit vor Ort informieren ließ, hat jetzt ins Internet eine Website gestellt, die detailliert alle Kinderfachabteilungen im deutschen Herrschaftsgebiet aufführt und die unterschiedlichen Ansätze zum Gedenken an die Opfer dokumentiert. (Achtung: Angaben zu versch. Einrichtungen fehlen noch z.Z.): 
http://www.uvm.edu/~lkaelber/children/

8. November 2009, Gedenken in Lobberich

Während einer Gedenkstunde zur Pogromnacht im Ev. Gemeindezentrum, Steegerstraße, informierte der pensionierte Hauptschullehrer Peter Zöhren die Anwesenden über die Nazi-Euthanasie und die Morde in der Kinderfachabteilung Waldniel-Hostert. Vier Plakate im Format Din A0 illustrierten die Ausführungen und sind im Ev.Gemeindezentrum noch  bis Ende Januar 2010 zu sehen. Bericht der RP vom 10.11. 2009

28. Oktober 2009, Patenschaft/Pflege

Hauptschule Schwalmtal Europa-Schule

Wie alljährlich im Herbst waren Schüler und Schülerinnen der Hauptschule-Europa-Schule Schwalmtal auf der Gedenkstätte, um den Müll zu entfernen und das Laub zu kehren. Der Gedenkstein wurde gründlich gereinigt, freigeschnitten und bepflanzt. Auch die Ruhebank, die 1999 von einer britischen Einheit  gestiftet worden war, wurde gesäubert.

24. Oktober 2009, Kriegsspiele

Samstagnacht war der Gebäudekomplex Ort einer sogenannten "Nacht-Operation".  Junge Leute in Militärkleidung, ausgerüstet mit täuschend echt nachgebildeten Waffen,  spielten Krieg. Security gewährte am Tor ausgewählten Personen den Zutritt. Dem Vernehmen nach sollen 15 € als Eintritt zu zahlen gewesen sein.

5. September 2009, Gebäudeschäden

Bei der Führung durch die Kirche Anfang September war die Zunahme der Gebäudeschäden im Vergleich zum Frühjahr augenscheinlich. Zwei Fotos dokumentieren den Zustand beispielhaft.
Waldniel-Hostert, Anstaltskirche 2009
Fenster in der Westwand der ehemaligen Kirche, September 2009
Waldniel-Hostert, Anstaltskirche 2009
Abschluss des Kirchenschiffs mit Wasserschäden (weiße Flecken im Wandgemälde!!), September 2009.
Weitere aktuelle Fotos zu Hostert von Bernd Hohnstock, Viersen


18. April 2009, Führungen durch Hostert

An drei Samstagen im Frühjahr und Sommer trafen sich zur Führung durch Hostert bzw. die Kent-School ingesamt mehr als 180 Personen in der Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide.
St. Mariae Himmelfahrt Waldnieler Heide, Schwalmtal, 2009
Nach einer halbstündigen Information über die schwierige Geschichte wurde zuerst der ehemalige Anstaltsfriedhof, jetzt die Gedenkstätte, aufgesucht. Hier gedachten die Besucher der ermordeten behinderten Kinder und der 1044 aus Hostert abtransportierten erwachsenen geistig behinderten und psychisch kranken Patienten.
2009 Führung Hostert
Da der Eigentümer E. Janssen freundlicherweise den Zugang gestattet hatte, konnten danach Räume der ehemaligen  "Kinderfachabteilung" und die entweihte Kirche besucht werden. Das Betreten des Geländes und der Gebäude geschah auf eigene Gefahr, denn Eigentümer und Veranstalter hatten eine Haftung ausschlossen. Dadurch war der Bewegungsraum zum Leidwesen mancher Besucher eng begrenzt.
Waldniel-Hostert, Kinderfachabteilung 
Führung Waldniel-Hostert, 2009
Waldniel-Hostert, Anstaltskirche, 2009
Rheinische Post vom 21.4.09
Grenzland-Nachrichten vom 23.4.09

16. April 2009, Cannabis-Plantage im Keller

Laut Pressemitteilung der Kreispolizei Viersen wurde heute Morgen durch Beamte der Kripo Nettetal, einer Einsatzhundertschaft Mönchengladbach und mehreren Diensthundeführern das Gelände der ehemaligen Kent-School durchsucht. In einem Keller wurden in zwei separaten Räumen 1500 Cannabis-Pflanzen von ca. 50 cm Größe gefunden, die durch entsprechende Beleuchtung und Belüftung fachmännisch versorgt in ein bis zwei Wochen vor ihrer Erntereife standen. Bei der Durchsuchung der Gebäude wurden keine Personen angetroffen. Ermittlungen zu Betreibern und Hintermännern dauern noch an.
Westdeutsche Zeitung vom 17.4.09

15. April 2009, Nickelback

Fotoshooting Nickelback
Die kanadische Rockgruppe Nickelback trat am 8. September 2008 in der Köln-Arena auf. Zuvor gab es in der Kirche ein Foto-Shooting. Das Bild zeigt die Musiker vor den Fenstern der Seitenkapelle in der ehemaligen Anstaltskirche. Weitere Fotos lassen sich im  Internet finden. (Quelle: nickelback.com)

27. Januar 2009, Rheinische Post

Rheinische Post 2009
Die Rheinische Post/Grenzlandkurier Viersen berichtet über die Gedenkstunde und stellt die Problematik der Nazi-Euthanasie an einem noch immer aktuellen Schicksal dar.
Den Artikel ausdrucken/lesen?


27. Januar 2009

SchülerInnen der Klasse 10 der Hauptschule Schwalmtal gestalteten wie in den Vorjahren die Gedenkstunde für die Opfer der Nazi-Euthanasie anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945. Schulleiter Arthur Siemes erinnerte an das Schicksal der Patienten in der Heil- und Pflegeanstalt und in der Kinderfachabteilung Waldniel.
Schulleiter Siemes, Hauptschule Schwalmtal in Waldniel-Hostert
Stolpersteine im Rasen und Schilder mit Namen und Alter der kindlichen Opfer machten die unheilvolle Vergangenheit sichtbar. Silber gestrichene Kiesel in der Hand ließen die Kälte spüren, die zu überwinden alle Teilnehmer aufgerufen wurden.
Hauptschule Schwalmtal in Waldniel-Hostert 
Viele Gäste waren gekommen, Bürgermeister Reinhold Schulz, stellvertr. Bürgermeister Kurt v.d. Flierdt, Fraktionsvorsitzender Höckendorf, weitere Vertreter des Rates und van Grimbergen von der Verwaltung der Gemeinde Schwalmtal, Pfarrer Aymanns und Pastoralreferent Kursawa von der kath., Pfarrer Thummes von der evangelischen Kirche, Schüler und Schülerinnen aller weiterführenden Schulen und zahlreiche Bürger.
27. Januar 2009 Waldniel Hostert

27. Januar 2009 Waldniel Hostert

Januar 2009, Ausstellung im Rathaus

Im Rathaus, Gedenkstättenarbeit der Hauptschule Schwalmtal seit 1988
 Die Bilderwand der Hauptschule Schwalmtal wurde für eine Woche im Rathaus der Gemeinde aufgestellt. Sie informierte die Öffentlichkeit über die Erinnerungsarbeit der Schule von 1988 an und lud zur Gedenkfeier ein.  

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