Aktuelles 2009 - 2010
Gedenkstätte - Liegenschaft - Nazi-Euthanasie
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- Aktuelles
2009 - 2010
- 17. Juli 2010, Immobilienmakler HIC
- 16. Juni 2010, Projekt Memoo im Internet
- 12. Juni 2010, Führung abgesagt
- 04. Juni 2010, Fronleichnam
- 19. Mai 2010, Meinungen zur Präsentation
- 18. Mai 2010, Rathaus Waldniel
- 18. Mai 2010, Prof. Kaelber zu Besuch
- 5. Mai 2010, Projekt Memoo - denkwürdige Orte
- 29. April 2010, Eine Idee für Hostert
- 24. April 2010, Führung
- 27. Januar 2010, Gedenkstunde 2010
- 22. Januar 2010, Filmaufnahmen
- 22. Dezember 2009, Memoo - denkwürdige Orte
- 7. Dezember 2009, Landgericht Mönchengladbach
- 17. November 2009, Kinderfachabteilungen
- 8. November 2009, Gedenken in Lobberich
- 28. Oktober 2009, Patenschaft/Pflege
- 24. Oktober 2009, Kriegsspiele
- 5. September 2009, Gebäudeschäden
- 18. April 2009, Führungen durch Hostert
- 16. April 2009, Cannabis-Plantage im Keller
- 15. April 2009, Nickelback
- 27. Januar 2009, Rheinische Post
- 27. Januar 2009
- Januar 2009, Ausstellung im Rathaus
17. Juli 2010, Immobilienmakler HIC

Der Immoblilienmakler Hoersch, Nettetal, bietet jetzt das Areal in Waldniel-Hostert zum Kauf an. Interessant sind die Illustrationen, ein aktueller Film über die Gebäude und die Kirche, Grund- und Aufrisse verschiedener Gebäude aus den Jahren 2001 ff. und verschiedene Lagepläne.
Leider wurde mittlerweile (Anfang August) dieses detaillierte Angebot bei www.immobilienscout24.de deaktiviert. Bei www.hic24.de finden sich nur noch ein Luftbild der Kent-School und der Hinweis: Angebot in Vorbereitung.
16. Juni 2010, Projekt Memoo im Internet
Mittlerweile finden sich Informationen zur Gedenkstätte und zur Geschichte von Waldniel-Hostert im Internet-Portal des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Krefeld im Rahmen des deutsch-niederländischen Projekt "Memoo".Projekt Memoo/Info und Projekt Memoo/Zum Sprechtext
12. Juni 2010, Führung abgesagt

Für diesen Tag war eine Führung von der Kirche St. Mariae Himmelfahrt aus über die Gedenkstätte bis in die ehemalige Kinderfachabteilung und Anstaltskirche geplant. Wegen der Gefährdung durch die baulichen Gegebenheiten musste sie leider abgesagt werden. Nähere Informationen dazu RP v. 2. Juni und RP v. 3. Juni
04. Juni 2010, Fronleichnam
Aufgrund
der trockenen Witterung wurde dieses Jahr wieder auf der Gedenkstätte
das Fronleichnamsfest von St. Mariae Himmelfahrt Waldnieler Heide
gefeiert. Pfarrer K.W. Koerschgens rief während der Messe
die Opfer der NS-Euthanasie in Erinnerung, auf deren Gräbern die
Gläubigen gerade standen.

19. Mai 2010, Meinungen zur Präsentation
"Uns hat diese Ausstellung beeindruckt und berührt".Julia F.,10c der Europaschule Schwalmtal
"Unbegreiflich noch immer! Danke dafür, dass die Erinnerung wach gehalten wird!"
Uwe M.
"Eine gute und wichtige Sache. Nie darf so etwas in Vergessenheit geraten!"
Christa B.
"Das haben wir, mein Sohn war Schüler der Kent-School, nicht gewusst. Es gab nur Gerüchte."
Besucherin
"Zu einem Erholungswochenende waren wir in Hadamar. Wir haben da die Euthanasie-Gedenkstätte mit dem Vergasungsraum besucht. Der war klein, ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie da so viele Menschen rein passten......"
R., Besucher
"Es muss damit endlich mal Schluss sein!"
Besucherin
18. Mai 2010, Rathaus Waldniel
Vom 13. April an waren fünf Wochen lang im Foyer des Rathauses in Waldniel vier Schautafeln zu sehen, die bereits im Ev. Gemeindezentrum Lobberich ausgestellt waren. Sie informierten die Öffentlichkeit über die Kent-School Hostert als Nazi-Tötungsanstalt für geistig behinderte Kinder und die Bemühungen der Gemeinde Schwalmtal, das Gedenken an die Opfer der Nazi-Euthanasie wach zu halten.

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RP/Grenzland-Kurier Viersen vom 22. April 2010
18. Mai 2010, Prof. Kaelber zu Besuch
Prof. Lutz Kaelber,
Vermont/USA, suchte zum zweiten Mal die Gedenkstätte auf und informierte sich dort über
die Ausdehnung des Anstaltsfriedhofs und die vermutete Lage der
Kindergräber. Danach reiste er weiter nach Dortmund-Aplerbeck zum
nächsten Standort einer KFA in NRW, dann weiter nach Lüneburg, wohin
Sommer 1943 38 kleine Waldnieler Patienten transportiert wurden. Von
ihnen erlebten 11 das Kriegsende. Prof Kaelber informiert auf seiner Website über die Nazi-Verbrechen an behinderten Kindern in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen sowie über die Erinnerungsarbeit an den betreffenden Orten. Jetzt ist auch Waldniel darin zu finden. Zur Kinderfachabteilung Waldniel
5. Mai 2010, Projekt Memoo - denkwürdige Orte
Vor Ort informierte sich die Projektleiterin Frau Dr. Schupetta, Stiftung Merländer/Stadtarchiv Krefeld, zusammen mit ihrem Mitarbeiter Herrn Ostrowski über die Gedenkstätte Waldniel-Hostert. Bei dem Gespräch waren u.a. anwesend Herr Tiskens, Gemeindeverwaltung Schwalmtal, und Herr Hubert van Horrick, Schulleiter i.R.Ziel des Projekts ist es, ca. 20 Stätten des Gedenkens im deutsch-niederländischen Grenzraum zu vernetzen. Weitere Informationen: Pressemitteilung der Villa Merländer, Krefeld.
29. April 2010, Eine Idee für Hostert
Laut Rheinische Post, Viersen, vom 29. April planen die Eheleute Fiene, Krefeld, auf dem Gelände Reiter auszubilden, Pferde zu schulen und ein kleines Hotel einzurichten. Für Samstag, den 5. Juni, haben sie das Gelände gemietet, um dort an einem Tag der Offenen Tür ihre Idee des "Connected Riding" vorzustellen. Die RP berichtet ausführlich. Auch der Eigentümer Elmar Janssen und das Planungsamt der Gemeinde Schwalmtal kommen im dem Zeitungsartikel zu Wort. Zum Bericht.24. April 2010, Führung

An dieser Veranstaltung nahmen etwa 25 Personen im Alter zwischen 9 und 75 Jahren teil. In der Kirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide, erfolgte ausgehend von den sakralen Gegenständen aus der ehemaligen Anstaltskirche eine Einführung in die Geschichte von Hostert sowie des Nazi-Euthanasie-Programms mit den Morden in der Kinderfachabteilung Waldniel.
Auf der Gedenkstätte wurde der Opfer gedacht. Ein Raum in der ehemaligen KFA, hier waren die Kleinsten untergebracht, wurde aufgesucht. Zum Schluss der kostenlosen Führung konnten die Teilnehmer einen Blick in die prächtig ausgemalte Kirche werfen, durften aber nicht fotografieren. Denn der Eigentümer, Herr Elmar Janssen, hatte das Fotografieren untersagt.
Eine Erlaubnis wird gegen Zahlung einer Pauschale erteilt. Auskunft erteilt Herr Rathmackers, E-Mail-Adresse: rathmackers@gmx.de
Bei Interesse an einer Führung mailen Sie an kontakt@waldniel-hostert.de
27. Januar 2010, Gedenkstunde 2010







Weiße Rosen erinnerten an die ermordeten Kinder, die hier in Waldniel-Hostert begraben wurden, an die Opfer in den Vernichtungslagern und zugleich an die Münchener Studenten, die ihren Widerstand gegen die Nazi-Herrschaft mit dem Leben bezahlten. Die von den 10. Klassen der Europa-Schule Schwalmtal gestaltete Feier zum 27. Januar beeindruckte. Die zahlreichen Gäste kamen von der Realschule Schwalmtal, aus Rat und Verwaltung, darunter Bürgermeister Schulz, aus Politik, Kirche und Nachbarschaft.
Ausführlicher Bericht im Grenzland-Kurier Viersen vom 28.1.2010
Auch in der Psychiatrie in Viersen-Süchteln fand am demselben Tage eine Gedenkstunde statt. Der Grenzland-Kurier Viersen berichtete am 29. Januar.
22. Januar 2010, Filmaufnahmen

Am 22. Januar 2010 fanden in und vor den verlassenen Gebäuden in Hostert Dreharbeiten zu dem deutsch-norwegischen Film "Home for Christmas" statt. Ort der Handlung ist der Kosovo zur Weihnachtszeit.


Hauptperson ist ein kleiner Junge, der Weihnachten feiern will.

Hier hat er gerade Pause und scherzt vor der Filmkamera.
Weitere Infos zum Filmprojekt
22. Dezember 2009, Memoo - denkwürdige Orte
Die Landeszentrale für politische Bildung NRW hat der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld rund 30.000 Euro für das deutsch-niederländische Projekt "Memoo - denkwürdige Orte" bewilligt. Wie die Stadt vergangene Woche mitteilte, widmet sich das Projekt mit Partnern aus den Niederlanden den Orten, die bislang von der Tourismusförderung eher ausgeklammert wurden. Das seien etwa die Kriegsgräberanlage in Ysselsteyn, das Museum Liberty Park in Overloon, die Kriegsgräberstätten bei Kleve, die verlassene Synagoge in Issum, die Gedenkstätte für die Kindereuthanasie in Waldniel-Hostert und die Villa Merländer in Krefeld, der Sitz der NS-Dokumentationsstelle, hieß es. Niederländische und deutsche Experten wollen populäre Ortsbeschreibungen erarbeiten, die im Internet zum Mitnehmen bereitgestellt werden sollen. (Quelle: Rheinische Post, Krefeld)
7. Dezember 2009, Landgericht Mönchengladbach
Heute wurden in Mönchengladbach die beiden Männer, Vater (58) und Sohn (30), die in den Cannabis-Anbau in Hostert verwickelt gewesen gewesen waren, zu einem Jahr bzw. zwei Jahren Gefängnis mit Bewährungverurteilt. Der Sohn muss eine Geldbuße von 5.000 € zahlen, der arbeitslose Vater 250 Arbeitsstunden leisten. (RP Viersen v. 8.12.09) Die Rheinische Post berichtete online: Prozess wegen Hanf-Anbau in Hostert17. November 2009, Kinderfachabteilungen
Prof. Lutz Kaelber aus Vermont/USA, der vergangenes Jahr Waldniel-Hostert aufsuchte und sich über die Gedenkarbeit vor Ort informieren ließ, hat jetzt ins Internet eine Website gestellt, die detailliert alle Kinderfachabteilungen im deutschen Herrschaftsgebiet aufführt und die unterschiedlichen Ansätze zum Gedenken an die Opfer dokumentiert. (Achtung: Angaben zu versch. Einrichtungen fehlen noch z.Z.):http://www.uvm.edu/~lkaelber/children/
8. November 2009, Gedenken in Lobberich
Während einer Gedenkstunde zur Pogromnacht im Ev. Gemeindezentrum, Steegerstraße, informierte der pensionierte Hauptschullehrer Peter Zöhren die Anwesenden über die Nazi-Euthanasie und die Morde in der Kinderfachabteilung Waldniel-Hostert. Vier Plakate im Format Din A0 illustrierten die Ausführungen und sind im Ev.Gemeindezentrum noch bis Ende Januar 2010 zu sehen. Bericht der RP vom 10.11. 200928. Oktober 2009, Patenschaft/Pflege
Wie alljährlich im Herbst waren Schüler und
Schülerinnen der Hauptschule-Europa-Schule Schwalmtal auf der
Gedenkstätte, um den Müll zu entfernen und das Laub zu
kehren. Der Gedenkstein wurde gründlich gereinigt, freigeschnitten
und bepflanzt. Auch die Ruhebank, die 1999 von einer britischen
Einheit gestiftet worden war, wurde gesäubert.
24. Oktober 2009, Kriegsspiele
Samstagnacht war der Gebäudekomplex Ort einer sogenannten "Nacht-Operation". Junge Leute in Militärkleidung, ausgerüstet mit täuschend echt nachgebildeten Waffen, spielten Krieg. Security gewährte am Tor ausgewählten Personen den Zutritt. Dem Vernehmen nach sollen 15 € als Eintritt zu zahlen gewesen sein.5. September 2009, Gebäudeschäden
Bei der Führung durch die Kirche Anfang September war die Zunahme der Gebäudeschäden im Vergleich zum Frühjahr augenscheinlich. Zwei Fotos dokumentieren den Zustand beispielhaft.
Fenster in der Westwand der ehemaligen Kirche, September 2009

Abschluss des Kirchenschiffs mit Wasserschäden (weiße Flecken im Wandgemälde!!), September 2009.
Weitere aktuelle Fotos zu Hostert von Bernd Hohnstock, Viersen
18. April 2009, Führungen durch Hostert
An drei Samstagen im Frühjahr und Sommer trafen sich zur Führung durch Hostert bzw. die Kent-School ingesamt mehr als 180 Personen in der Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide.
Nach einer halbstündigen Information über die schwierige Geschichte wurde zuerst der ehemalige Anstaltsfriedhof, jetzt die Gedenkstätte, aufgesucht. Hier gedachten die Besucher der ermordeten behinderten Kinder und der 1044 aus Hostert abtransportierten erwachsenen geistig behinderten und psychisch kranken Patienten.

Da der Eigentümer E. Janssen freundlicherweise den Zugang gestattet hatte, konnten danach Räume der ehemaligen "Kinderfachabteilung" und die entweihte Kirche besucht werden. Das Betreten des Geländes und der Gebäude geschah auf eigene Gefahr, denn Eigentümer und Veranstalter hatten eine Haftung ausschlossen. Dadurch war der Bewegungsraum zum Leidwesen mancher Besucher eng begrenzt.


Rheinische Post vom 21.4.09
Grenzland-Nachrichten vom 23.4.09
16.
April 2009, Cannabis-Plantage im Keller
Laut Pressemitteilung der Kreispolizei Viersen wurde heute Morgen durch
Beamte der Kripo Nettetal, einer Einsatzhundertschaft
Mönchengladbach und mehreren Diensthundeführern das
Gelände der ehemaligen Kent-School durchsucht. In einem Keller
wurden in zwei separaten Räumen 1500 Cannabis-Pflanzen von ca. 50
cm Größe gefunden, die durch entsprechende Beleuchtung und
Belüftung fachmännisch versorgt in ein bis zwei Wochen vor
ihrer Erntereife standen. Bei der Durchsuchung der Gebäude wurden
keine Personen angetroffen. Ermittlungen zu Betreibern und
Hintermännern dauern noch an.Westdeutsche Zeitung vom 17.4.09
15. April 2009, Nickelback

Die kanadische Rockgruppe Nickelback trat am 8. September 2008 in der Köln-Arena auf. Zuvor gab es in der Kirche ein Foto-Shooting. Das Bild zeigt die Musiker vor den Fenstern der Seitenkapelle in der ehemaligen Anstaltskirche. Weitere Fotos lassen sich im Internet finden. (Quelle: nickelback.com)
27. Januar 2009, Rheinische Post

Die Rheinische Post/Grenzlandkurier Viersen berichtet über die Gedenkstunde und stellt die Problematik der Nazi-Euthanasie an einem noch immer aktuellen Schicksal dar.
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27. Januar 2009
SchülerInnen der Klasse 10 der Hauptschule Schwalmtal gestalteten wie in den Vorjahren die Gedenkstunde für die Opfer der Nazi-Euthanasie anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945. Schulleiter Arthur Siemes erinnerte an das Schicksal der Patienten in der Heil- und Pflegeanstalt und in der Kinderfachabteilung Waldniel.
Stolpersteine im Rasen und Schilder mit Namen und Alter der kindlichen Opfer machten die unheilvolle Vergangenheit sichtbar. Silber gestrichene Kiesel in der Hand ließen die Kälte spüren, die zu überwinden alle Teilnehmer aufgerufen wurden.
Viele Gäste waren gekommen, Bürgermeister Reinhold Schulz, stellvertr. Bürgermeister Kurt v.d. Flierdt, Fraktionsvorsitzender Höckendorf, weitere Vertreter des Rates und van Grimbergen von der Verwaltung der Gemeinde Schwalmtal, Pfarrer Aymanns und Pastoralreferent Kursawa von der kath., Pfarrer Thummes von der evangelischen Kirche, Schüler und Schülerinnen aller weiterführenden Schulen und zahlreiche Bürger.


Januar 2009, Ausstellung im Rathaus

Die Bilderwand der Hauptschule Schwalmtal wurde für eine Woche im Rathaus der Gemeinde aufgestellt. Sie informierte die Öffentlichkeit über die Erinnerungsarbeit der Schule von 1988 an und lud zur Gedenkfeier ein.
