Pflege, Mord, Unterricht in Hostert
St. Josefsheim der Franziskaner - Provinzial Heil- und Pflegeanstalt - Nazi-Kindereuthanasie - British Military Hospital - Kent School
Die Franziskanerbrüder
vom Heiligen Kreuz aus Hausen bei
Waldbreitbach/Wied
begannen 1909 mit ihrer Arbeit in Waldniel-Hostert. Ihre
Tätigkeit
endete 1937.
Inhalt
- St. Josefsheim Waldniel-Hostert
- Provinzial Heil-und Pflegeanstalt Waldniel
- Verlegungen
- Kinderfachabteilung Waldniel
- British Military Hospital Hostert
- Kent School Hostert
- Weitere Nutzung 1991 -2012
St. Josefsheim Waldniel-Hostert
Ende des 19. Jahrhunderts wurden am katholischen Niederrhein viele neue Kirchen gebaut. Die Bewohner von Kirspel Waldniel kamen nur über einen Umweg zum eigenen Gotteshaus. Als in Waldniel der „Schwalmtaldom“ gebaut worden war, sammelte man auch im Kirspel Geld für einen Kirchbau. Da aber der Pfarrer von Waldniel und der zuständige Bischof diesen kategorisch ablehnten, fanden die Bewohner einen Ausweg. Das gesammelte Geld und eine großherzige Stiftung der Geschwister Wix, Hostert, gingen an den Franziskanerorden unter der Bedingung, eine Kirche zu bauen, in der die Anwohner die heilige Messe besuchen konnten.
Aufgrund der Stiftung der ortsansässigen Familie kam
der Orden
nach Hostert und baute dort in nur zwei Jahren das St. Josefsheim
Waldniel.
Die heute noch vorhandene Anlage
mit Kirche, Verwaltungstrakt, Schule
und zwei weiteren Blöcken wurde 1913 fertig
gestellt. Die
Kapelle
des St. Josefsheims, wurde 1912 eingeweiht. Die Düsseldorfer Firma Gassen und Blaschke gestaltete die Fenster. In den
dreißiger Jahren malte Josef Wahl zusammen
mit
Bruder
Amatus dem Zeitgeschmack entsprechend den Kirchenraum
aus. Franz
Xaver Haak aus Erkelenz
schnitzte die Reliefs
des Hauptaltars,
der 1934
geweiht wurde.

Urspr. Kapelle des St. Josefsheims Waldniel, 2004
Die
Franziskanerbrüder kümmerten sich um bis zu 600
männliche Hilfsbedürftige, um schwerst und geistig
Behinderte, um Lernschwache und Körperbehinderte. Die Bewohner
arbeiteten, entsprechend ihren Fähigkeiten, auf dem Bauernhof und
in den zahlreichen Werkstätten.
Zu tun gab es genug, denn das
St.
Josefsheim versorgte sich selbst. Durch Chor, Musikkapelle und
Theateraufführungen
wurde die Einrichtung zu einem hoch
geschätzten kulturellen Mittelpunkt in der ländlichen
Gemeinde.
Franziskanerkonvent des St. Josefsheims Waldniel, um 1930
Die Nationalsozialisten versuchten in ganz Deutschland
systematisch, die katholische Kirche und ihre Gliederungen zu
schwächen. Das geschah u.a. 1935-1937 durch eine Lawine von
Prozessen. So musste der Orden wegen Devisenvergehen hohe Geldstrafen
zahlen. Dann wurden mehrere Brüder in den „Koblenzer
Prozessen“ wegen Sittlichkeitsdelikte verurteilt. Das war der
Grund, dass der Staat nicht mehr den Aufenthalt von Schutzbefohlenen in
Waldniel-Hostert finanzierte. Der Orden musste Konkurs anmelden. Die
letzten Brüder verließen am 23. Mai 1937 das Haus.
Provinzial Heil-und Pflegeanstalt Waldniel
Die Rheinprovinz, heute der Landschaftsverband Rheinland (LVR), war von
1937
bis 1952 Eigentümerin der Anstalt und führte sie als
Zweigstelle der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt
Süchteln-Johannistal. In den Kriegsjahren richtete sie in
einem
Gebäude, dem "Schutzengelhaus"
der Franziskaner, zum Zwecke der „Kindereuthanasie“
die "Kinderfachabteilung Waldniel“ ein, in der geistig behinderte
Kinder ermordet werden sollten.

Frühere Kinderfachabteilung Waldniel, 2006
Aus der Konkursmasse erwarb die Rheinprovinz
im Jahr 1937 Waldniel-Hostert für 600.000 RM. Laut Kaufvertrag
betrug die Feuerversicherungssumme 1,75 Millionen RM. Der neue
Eigentümer baute in Eschenrath ein Haus für den
Verwalter der
Ökonomie und an der Waldnieler
Heide
für das Pflegepersonal,
das „aufs Land“ ziehen musste, eine Siedlung mit 12
Einfamilienhäusern. 1938 wurde die Franziskusgrotte,
die vor dem
"Schutzengelhaus" gelegen war, gesprengt und die Schlacke, so
erzählt man, zum Wegebau in der gerade im Aufbau
befindlichen Rösler
Siedlung benutzt.
Verlegungen
Die Nationalsozialisten sprachen in ihrem Rassenwahn auch Behinderten das Lebensrecht ab. Wurden zunächst geistig Behinderte „nur“ sterilisiert, so setzte Berlin mit Kriegsbeginn das „Euthanasie-Programm“ in Kraft. Grundlage hierfür war kein Gesetz, sondern ein ein auf den 1. September 1939 datierter Erlass Hitlers. Er verfügte, "die Befugnisse namentlich zu bestimmender Ärzte so zu erweitern, dass nach menschlichen Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung der Gnadentod gewährt werden kann."
Dieser Text setzte das schon vorgereitete geheime Morden in ausgewählten Tötungsanstalten in Gang. 200.000 Kranken sollte es den Tod bringen. Um die Spuren zu verwischen, wurden die von Medizinern ausgewählten Menschen zuerst in entfernte Anstalten „verlegt“, bis sie dann z.B. in Hadamar bei Limburg an der Lahn vergast oder im besetzten Polen und in Tschechien ermordet wurden.

Schülerzeichnung aus "Nebenan - eine andere Welt", 1988
Aus Waldniel-Hostert, der Zweigstelle von
Süchteln-Johannisthal,
wurden laut Transportlisten 1044 Patienten in andere Anstalten
transportiert, z.B. zunächst nach
Galkhausen/Langenfeld, dann
zur Vergasung nach Hadamar.
Kinderfachabteilung Waldniel
Durch eine 1939 eingeführte Meldepflicht wurden alle Neugeborenen erfasst, die behindert waren. Diese und auch ältere Kinder wurden ab 1940 in neu eingerichteten Tötungsanstalten, den sogenannten Kinderfachabteilungen (KFA), aufgenommen. Davon gab es im gesamten nationalsozialistischen Herrschaftsgebiet etwa dreißig.
In Waldniel-Hostert wurde zu diesem Zweck das ehemalige „Schutzengelhaus“ der Franziskaner zu einer solchen Einrichtung mit 200 Betten umgebaut. Hier war zunächst Dr. Georg Renno, Arzt aus der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz in Niederösterreich, tätig. Dort hatte er die Patienten "begutachtetet", die anschließend mit Kohlenmonoxyd vergast wurden.
In Waldniel bat er am 23.2.1942 die Leitung in Süchteln, die Pflegerin D. zurückzuversetzen, weil sie passiven Widerstand leisten und das übrige Personal aufhetzen würde. Dr. Renno schrieb: „Auf Grund einer Äußerung ... ist anzunehmen, dass D. über die in der Kinderabteilung durchzuführenden Aufgaben im Bilde ist. Trotzdem und trotz der Tatsache, dass sie seit längerer Zeit Parteigenossin ist, hat sie sich gegen die hier durchzuführenden Maßnahmen in direkt feindseliger Weise geäußert, indem sie im Verlauf des erwähnten Gespräches befriedigt erklärte, dass Herr von Galen (Bischof von Münster, Hirtenbrief 1941) das Volk diesbezüglich aufgeklärt habe.“
Zum 1. Oktober 1942 wurde Hermann Wesse als Arzt angestellt. 1948 gab dieser vor dem Schwurgericht Düsseldorf zu, in den neun Monaten seiner Tätigkeit in Hostert mit Hilfe von zwei Krankenschwestern dreißig behinderte Kinder durch die Gabe des Schlafmittels Luminal getötet zu haben.
Der Arzt erklärte, er habe, wie vom Reichsausschuss in Berlin vorgeschrieben, die einzelnen Kinder untersucht, den Befund niedergelegt und am Schluss eine für den Reichsausschuss verwertbare Diagnose angefügt, z.B.: „Das Kind leidet an angeborenem Schwachsinn (oder an hirnorganischem Leiden mit Schwachsinn) im Grade einer Idiotie.“ Bei Fällen eines Schwachsinns schweren Grades schrieb er: „Das Kind ist nicht bildungsfähig“. Dies war das Todesurteil für das betreffende Kind in der Fachabteilung. Denn aufgrund dieser Beurteilung erteilte dann der Reichsausschuss die Weisung: „Das Kind ist der Therapie zuzuführen und Sie haben uns von dem Ergebnis in Kenntnis zu setzen.“
Die zur Tötung bestimmten Kinder und Jugendlichen bekamen zunächst jeweils drei bis fünf Luminal-Tabletten. Sie schliefen dadurch ein, bekamen unmittelbar nach dem Erwachen jedoch wieder die gleiche Dosis Luminal.Schließlich wurden sie bewusstlos, bekamen Atemnot, begannen zu röcheln und verstarben unter Schleimaustritt aus Mund und Nase, nach drei bis acht Tagen je nach Konstitution.
Elschen z.B. erkrankte als Kleinkind an einer schlimmen Infektion. Danach war sie geistig behindert. Mit acht Jahren kam sie wohnortnah in einem kirchlichen Haus unter und besuchte da die Sonderschule. Von dort wurde das Mädchen in die 80 km entfernte KFA Waldniel-Hostert „verlegt“. Hier wurde es am 9. Januar 1943 kurz vor seinem 12. Geburtstag getötet. Als Todesursache bescheinigte der Arzt Hermann Wesse: erworbenes Hirnleiden, doppelseitige Pneumonie. Der Vater erhielt die Nachricht, seine Tochter sei plötzlich an einer Lungenentzündung gestorben. Empört und fassungslos versuchte er, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es war vergeblich. Elschen wurde nicht auf dem Anstaltsfriedhof, sondern im Heimatort begraben. Mai 2007 wurde ein Stolperstein vor dem Wohnhaus von Elschen in den Bürgersteig eingelassen.

Anfang Juli 1943 wurde kriegsbedingt die KFA Waldniel-Hostert aufgelöst. Die verbliebenen 183 Kinder wurden in fünf andere „Fachabteilungen“ abtransportiert, z.B. nach Uchtspringe, Brandenburg-Görden und Ansbach. Insgesamt starben während des Bestehens der KFA Waldniel-Hostert hier 97 Kinder, laut Todesbescheinigung an Auszehrung, an Lungenentzündung, an Herz-Kreislaufschwäche....
19 kleine Patienten kamen in die KFA Ueckermünde, heute Mecklenburg-Vorpommern. Von ihnen verstarben innerhalb eines Monats 12. Von den 38 nach Lüneburg transportierten Waldnieler Kindern überlebten 27 nicht das Kriegsende.Hermann Wesse war in den folgenden Jahren weiterhin als
Tötungsarzt tätig, u.a. in der KFA
Uchtspringe/Sachsen-Anhalt. Hier wurden laut Gerichtsurteil insgesamt
350 Kinder und Jugendliche getötet.
1947 wurde Wesse wegen Mord im
Kalmenhof-Prozess in Idstein/Ts. zum Tode, 1948 in Düsseldorf
wegen der Morde in Waldniel-Hostert zu lebenslangem Zuchthaus
verurteilt und 1965 wegen Haftunfähigkeit aus der Haft
entlassen.
Dr. Georg Renno verließ die Kinderfachabteilung Waldniel Anfang 1942 aufgrund einer offenen Lungentuberkulose. Ein Jahr später war er dann wieder in Hartheim tätig. Erst von 1961 an wurde er vor Gericht gestellt. 1967 ging die Anklage von 25.000 in Hartheim Ermordeten, 20.000 Geisteskranken und 5.000 KZ-Insassen, aus. 1975 wurde das Verfahren wegen der Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten endgültig eingestellt. Dr. Georg Renno starb 1997.
British Military Hospital Hostert
1952 wurde die Enteignung des Ordens durch die Nazis rückgängig gemacht. Die Franziskanerbrüder von Waldbreitbach konnten Hostert von der Provinzial zu einem angemessenen Preis zurückkaufen. Sie waren aber nicht in der Lage, das St. Josefsheim wie zuvor zu führen, zumal die britischen Besatzungsmacht einen großen Teil der Anlage beschlagnahmt hatte und als Lazarett nutzte. Daher verkauften die Franziskaner 1955 die Gebäude an den Bund. Der wiederum vermietete sie an die Engländer, die sie noch 37 Jahre nutzten.Im Hardter Wald wurde am 1. Juli 1953 der Grundstein für das „Hauptquartier“ gelegt. Da viele weitere militärische Einrichtungen in unseren Raum verlegt wurden, war ein großes britisches Krankenhaus vonnöten. Bevor die Briten die Gebäude in Hostert nutzten, wurde umgebaut und angebaut. Die beiden zurückliegenden Blöcke von 1913, die Schule mit dem Haus für die schulpflichtigen Jungen und das benachbarte Pflegehaus, wurden durch einen modernen mehrstöckigen Trakt mit vielen Räumen verbunden. Es entstand eine moderne Polyklinik mit zwei OP-Räumen, Kreißsaal und chirurgischen, inneren, pädiatrischen und psychiatrischen Abteilungen. Fast sieben Millionen D-Mark, so eine Ortschronik, wurden verbaut. Als 1957 links vom Anstaltsfriedhof Häuser für britische Soldatenfamilien gebaut wurden, stellte sich aufgrund von Knochenfunden heraus, dass auch auf diesem Gelände 1939 bis 1945 in der Anstalt Hostert verstorbene Patienten bestattet worden waren.

Kent School Hostert, 1963
Kent School Hostert
Ab dem 10. September 1963 wurde die Anlage britische Schule. Die technischen Installationen für das Hospital wurden nicht zurückgebaut, vermutlich um die Gebäude in einem Krisenfall (Kalter Krieg!) als Lazarett nutzen zu könne.Erneut wurde angebaut, jetzt u.a. zwei Turnhallen, Aula und Mensa. In der Kent-School wurden 1400 Jugendliche unterrichtet. 270 von ihnen lebten dort im Internat. 50 Busse brachten täglich die Schüler zum Unterricht. Rechts vom Anstaltsfriedhof wurde im Zuge der Baumaßnahmen ein großer Busbahnhof errichtet.
Die Anfangszeit im ehemaligen Hospital war für Schüler und Lehrer nicht einfach. In „The Kent Chronicle“ berichtet 1965 ein Schüler aus der Klasse 2A humorvoll von seinem ersten Schultag in Hostert: Der von großen grauen Gebäuden, Mauer und Zaun eingefasste Schulhof erschien dem Jungen wie der Hof von Colditz, dem Gefangenenlager für britischen Offiziere in Sachsen (1940-45). Zwei Krankenzimmer für Privatpatienten, deren Trennwand entfernt war, bildeten das winzige Klassenzimmer. Die Knöpfe, um die Krankenschwester zu rufen, waren überall noch vorhanden, ebenso das Leuchtschild: Operation! Kein Zutritt! .... Hier befand sich im Übrigen das Büro des Direktors.

Kent School Hostert, 1987
Weitere Nutzung 1991 - 2012
Infolge der allgemeinen Reduzierung der militärischen Einrichtungen endete Sommer 1991 die Nutzung von Waldniel-Hostert als britische Schule und der Bund bot die Liegenschaft einschließlich der Kapelle zum Kauf an. Sie hatte von 1947 an der Pfarre St. Mariae Himmelfahrt als Pfarrkirche gedient und war 1978 nach dem Neubau an der Waldnieler Heide entwidmet worden.Die Gemeinde Schwalmtal stellte aus wirtschaftlichen Gründen nur die Kirche und die beiden Gebäude entlang der Straße unter Denkmalschutz, nicht aber die zurückliegenden mit der ehemaligen „Kinderfachabteilung“. Herbst 1991 plante die Landesregierung in Hostert eine Einrichtung für 500 Asylbewerber. Später fanden sich verschiedene Investoren. Gesprochen wurde von einer anspruchsvollen Gastronomie in der ehemaligen Kirche und dem anschließenden Verwaltungsblock, von einem Reiterhotel, einer Wellness-Oase, einer zu erbohrenden heißen Quelle, von einem Jugendhotel mit Harry Potter-Ambiente, von Baumhäusern...... Aber verwirklicht wurde bis heute nichts. Im November 2006 wurde auf Betreiben der Gläubiger die Zwangsversteigerung durchgeführt. Der derzeitige Eigentümer Elmar Janssen, Nettetal, suchte vergeblich nach einem Investor und will jetzt das Gelände verkaufen.

Hostert, von Eschenrath aus, 2006. Im Keller dieses Gebäudes wurde im Frühjahr 2009 eine große Cannabis-Plantage entdeckt.
Fast alle Gebäude werden seit 1991 nicht genutzt und verfallen allmählich durch eindringendes Regenwasser und durch Vandalismus. Allein einige kleinere Gebäude am Nordrand des Komplexes, Ställe und Hausmeisterwohnung, und die Weiden sind verpachtet. 2011 grasten hier wie in den Vorjahren (Rasse-)Pferde.
Nachtrag in Englisch:
In der ersten Ausgabe der Schulzeitung der Kent School Hostert schreibt Newall:
My First Impressions
Newall, 2A, in "The Kent Chronicle 1", Oktober 1965
It was quarter past eight when I joined a group of boys at the bus stop, waiting for the bus that was to take us to Kent School. On the bus we talked about what our new school would be like. We all knew that it had once been a hospital but a section of it had closed down and this was going to be our new school.
After about twenty minutes had passed, a grey, depressing building loomed up behind the trees. Outside the entrance was a sign reading, "Kent School, Hostert". We were taken into what I thought was a cinder-strewn car park but we were given a shock when we were told that it was our playground. On two sides of the playground were buildings and on the other two sides were a fence and a wall. This gave me the feeling of being in the courtyard of Colditz.
We were then taken down into what I thought was a gloomy cellar with rows of benches, but, to our surprise, it turned out to be the assembly and dining hall. Ten minutes later we were told what form we would be in. I was surprised by the smallness of the classrooms; the biggest were more like cells than classrooms. My formroom had accommodated two private patients although the partition had now been knocked down.
On the walls of the building were several signs making it obvious that it had once been a hospital. Outside one main door was a sign which read, "Outpatients Report Here", and another bearing the words, "Out of bounds to all male personnel except on duty". Another sign said, "Operation in progress". In nearly every room there were buttons to press if you wanted a nurse.
Whereas at my previous school we had had Houses, there were none at Kent School and it occurred to me that what I had read and heard about secondary schools was very different from the school I had just joined as a pupil that day. Perhaps, I told myself, first impressions are not always the best. Another saying came into my mind — While there's life, there's hope!
Returning home on the bus that evening I came to the conclusion that there was still life, although it would probably be quite unlike anything I had known before.