Am 27.02.2026 hat die konstituierende Sitzung des Beirats der NS Dokumentationsstelle Viersen in den Räumen des Kreisarchivs in Dülken stattgefunden.
Die Teilnehmenden waren von den Kreisgemeinden, den Kirchen, dem Verein Förderung der Erinnerungskultur e.V. Viersen 1933-45 sowie den Interessenvertretungen von Opfern der NS Herrschaft in den Beirat entsandt worden. Für die Gemeinde Schwalmtal hat Dr. John Lentzsch an der Sitzung teilgenommen. Die Ziele der NS Dokumentationsstelle sind die Dokumentation von NS-Verbrechen auf lokaler und regionaler Ebene, die Unterstützung von Forschung zu diesem Bereich sowie die Vermittlung dieses geschichtlichen Wissens an die Öffentlichkeit. Der Beirat wird diese Tätigkeiten begleiten und unterstützen. Zum Zeitpunkt der Sitzung am 27. Februar war die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters/ einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin noch ausgeschrieben. Erst nach der Besetzung dieser Stelle wird die NS Dokumentationsstelle ihre Arbeit voll aufnehmen können.
Heute machten sich die Läufer auf die erste Etappe des Spendenlaufs für „Ally“, der sie in den kommenden Wochen von der Gedenkstätte Waldniel-Hostert bis zur Tiergartenstraße 4 in Berlin führen wird. André Sole-Bergers von der Lebenshilfe Kreis Viersen e.V. hat diesen Lauf initiiert, um Spendengelder für das Projekt „Ally – der Film“ zu sammeln. Mit dem dokumentarischen Animationsfilm „Ally“ soll, stellvertretend für alle Opfer des sog. Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten, über das Schicksal eines vierjährigen Mädchens aufgeklärt werden, das in der Kinderfachabteilung in Hostert ermordet wurde.
Um 8:30 Uhr trafen sich heute Vertreter der Lebenshilfe, der Gemeinde Schwalmtal sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger, um den Läufern um André Sole-Bergers alles Gute und viel Erfolg zu wünschen. Den Auftakt machte Pfarrer Horst-Ulrich Müller von der evangelischen Kirchengemeinde, der den Läufern wünschte, dass sie, selbst wenn sie straucheln sollten, sich wieder aufrichten und mit Gottes Hilfe den Weg bis nach Berlin zurücklegen mögen. Bürgermeister Andreas Gisbertz (CDU) stellte die Bedeutung des Projektes für die Erinnerungsarbeit heraus und schloss sich der Laufgruppe bis zur Stadtgrenze von Mönchengladbach an. André Sole-Bergers dankte allen Anwesenden für ihre Unterstützung und Christian Rother, ebenfalls Lebenshilfe Kreis Viersen e.V., stellte den Song „Lauft für Ally“ von der Band Fighting Spirits vor. Weitere Informationen zum Filmprojekt sowie zur Möglichkeit, das Projekt durch die eigene Spende zu unterstützen, bietet die Homepage www.ally-der-film.de
Der WDR, Lokalzeit aus Düsseldorf. berichtete am 21. August in zwei Beiträgen. Das Video ist verfügbar bis zum 21. August 2027. „Ein Lauf für Ally“ und „Studiogespräch mit André Sole- Bergers“.
Am 25. September ist André Sole-Bergers, wie geplant, in Berlin an der Gedenkstätte Tiergartenstraße 4, eingetroffen. Extra-Tipp am Sonntag berichtete auf der ersten Seite der Ausgabe vom 5. Oktober. Spendenbarometer am 7. Oktober: 23.455 €
Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa.
Am 80. Jahrestag des Kriegsendes hat der DGB Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler von sieben Schulen aus dem Kreisgebiet zum gemeinsamen Gedenken nach Hostert eingeladen.
Die Gemeinde Schwalmtal wurde durch den Bürgermeister Andreas Gisbertz (CDU) und den stellvertretenden Bürgermeister Heinz-Josef Pascher (SPD) vertreten.
Klaus Neufeldt (DGB) und Bürgermeister Gisbertz betonten in ihren Ansprachen, dass sich aus dem Gedenken an den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus die Wachsamkeit gegenüber demokratiefeindlichen Bestrebungen heute ergeben müsse.
Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Waldniel präsentierten Plakate und erinnerten an die Gräuel der NS-Zeit in Hostert.
Alle Anwesenden gedachten in einer Schweigeminute der Opfer des Krieges und legten einen Kranz nieder.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Viersen, sowie einige interessierte Bürger, trafen sich am Samstag bei der Gedenkstätte, um sich über die Geschichte des Ortes zu informieren. Von der Patenschule, der Hauptschule Waldniel, war Frau Münter anwesend.
Dr. John Lentzsch und Peter Zöhren berichteten von der Gründung des St. Josefsheims, dem Leben in der Anstalt unter den Franziskanern, den Verbrechen der Nationalsozialisten und der Geschichte des Gedenkens vor Ort. Dabei ergab sich dank zahlreicher interessierter Nachfragen ein lebhaftes Gespräch.
Es wurde deutlich, dass das Zusammenleben mit den Kranken in der Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Vielem an die Arbeit der Lebenshilfe heute erinnert. So gab es in Hostert bereits Werkstätten, in denen handwerklichen Tätigkeiten (Körbe flechten, Schustern u.a.) nachgegangen wurde. Auch gab es immer wieder Anlässe, zu denen Anwohner und Kranke zusammenkamen.
Umso mehr bedrückten die Besucher die Schilderungen der „Euthanasie“-Verbrechen, besonders in der „Kinderfachabteilung“ in den Jahren von 1941 bis 1943.
Der Erinnerung an die Opfer wird eine Kooperation der Lebenshilfe und der Hauptschule Waldniel gewidmet sein. JL
Am 8. Mai trafen sich auf Initiative des DGB Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Waldniel, der Gesamtschule Nettetal, der Anne Frank Gesamtschule in Viersen und des Clara Schumann Gymnasiums aus Dülken auf der Gedenkstätte Waldniel-Hostert, um des 79. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa zu gedenken.
Klaus Neufeldt (Kreisvorsitzender des DGB) und Heinz-Josef Pascher (stellv. Bürgermeister) begrüßten die Anwesenden.
Die Schülerinnen und Schüler verbanden in ihren Beiträgen die Erinnerung an die Schrecken des Krieges und des Leidens der Euthanasieopfer mit der Mahnung zur Bewahrung der Demokratie in der Gegenwart.
Diesem Anliegen schlossen sich die folgenden Redner an. Julietta Breuer von der Gesamtschule Nettetal hob hervor, wie wichtig das gemeinsame Leben und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen ist.
Mit einer gemeinsamen Schweigeminute wurde der Opfer des Krieges gedacht. Anschließend folgte eine Kranzniederlegung.