Spendenlauf für „Ally“

Von der Gedenkstätte Waldniel-Hostert bis zum Gedenkort Tiergartenstr. 4 in Berlin sind es über 600 Kilometer. Diese Strecke legen die Teilnehmer zurück, um einen teildokumentarischen Film zu finanzieren, der das Leben und Sterben eines kleinen Mädchens mit Down-Syndrom in der „Mordabteilung Waldniel“ zeigt. Der Lauf startet am 20. August.
Die RP Viersen berichtete am 15. Juli 2025, „osemont“ im August-Heft.
Weitere Informationen auf der Website der Lebenshilfe Viersen

Lebenshilfe zu Besuch

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Viersen, sowie einige interessierte Bürger, trafen sich am Samstag bei der Gedenkstätte, um sich über die Geschichte des Ortes zu informieren. Von der Patenschule, der Hauptschule Waldniel, war Frau Münter anwesend.

Dr. John Lentzsch und Peter Zöhren berichteten von der Gründung des St. Josefsheims, dem Leben in der Anstalt unter den Franziskanern, den Verbrechen der Nationalsozialisten und der Geschichte des Gedenkens vor Ort. Dabei ergab sich dank zahlreicher interessierter Nachfragen ein lebhaftes Gespräch.

Es wurde deutlich, dass das Zusammenleben mit den Kranken in der Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Vielem an die Arbeit der Lebenshilfe heute erinnert. So gab es in Hostert bereits Werkstätten, in denen handwerklichen Tätigkeiten (Körbe flechten, Schustern u.a.) nachgegangen wurde. Auch gab es immer wieder Anlässe, zu denen Anwohner und Kranke zusammenkamen.

Umso mehr bedrückten die Besucher die Schilderungen der „Euthanasie“-Verbrechen, besonders in der „Kinderfachabteilung“ in den Jahren von 1941 bis 1943.

Der Erinnerung an die Opfer wird eine Kooperation der Lebenshilfe und der Hauptschule Waldniel gewidmet sein. JL

38 Jahre Patenschaft

38 Jahre ist die Schwalmtaler Hauptschule Patin der Gedenkstätte für Opfer der NS-Euthanasie. Heute gestalteten wie im Vorjahr junge Leute aus den 9. und 10. Klassen mit ihren Lehrerinnen Nicole Heine und Nicola Münter und Bewohner der Lebenshilfe Brüggen eine Gedenkfeier, zu der die SchülerInnen von Realschule und Gymnasium und die Öffentlichkeit eingeladen waren. Die Leiter dieser Schulen, die Bürgermeister der drei Nachbargemeinden, Vertreter der Lebenshilfe Viersen sowie viele Bürger waren gekommen.

Die SchülerInnen hatten sich in einem Workshop im Rathaus mit dem Thema „Euthanasie“ in Waldniel-Hostert auseinandergesetzt und das Schicksal einzelner Opfer in Bilderrahmen sichtbar gemacht.
Klientinnen der Lebenshilfe und Schülerinnen der Hauptschule fertigten darüber hinaus einen großen Kranz. „Die weißen Blumen stehen für Unschuld, das Grün für Leben“, trugen sie in der Kirche vor. Auf der Gedenkstätte wurde dann der Kranz vor der Mauer mit den Namen der Opfer aufgestellt.
Ebenso legten Vertreter der Deutschen Post AG, NL Betrieb Düsseldorf, einen schönen Kranz nieder.

27. Januar 2025

Am Montag, dem 27. Januar, findet wieder in der Kirche St. Mariae Himmelfahrt, Waldnieler Heide, das Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Anlass ist der 80. Jahres­tag der Befreiung des Vernichtungslagers Ausch­witz. Beginn: 9.15 Uhr in der Kirche, Schluss auf der Gedenkstätte.

Veranstalter sind die Hauptschule Schwalmtal und die Lebenshilfe des Kreises Viersen.
Die RP Viersen informierte in einem Artikel vom 9. Januar über die Vorbereitungen unter dem Titel „Dunkle Geschichte gerahmt und konserviert“.

Bürgermeister Andreas Gisbertz schrieb auf Facebook:
Dieser Tag jährt sich am 27. Januar in diesem Jahr zum 80. Mal, weshalb sich die Schülerinnen und Schüler etwas besonderes haben einfallen lassen: Im Rahmen eines dreitägigen Projekts werden Bilderrahmen gestaltet, wobei jeder Rahmen das konkrete Schicksal eines Kindes der sogenannten „Kinderfachabteilung Waldniel“ aufgreift. In dieser „Fachabteilung“ wurden während der Nazizeit 99 Kinder ermordet.
Diese Bilderrahmen werden nach der Gedenkveranstaltung am 27. Januar ……. an verschiedenen Orten in Schwalmtal in Form einer Wanderausstellung ausgestellt.
Gestern durfte ich die Projektgruppe besuchen und war zutiefst davon beeindruckt, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte der „Abteilung Waldniel“ auseinandersetzen, um auch 80 Jahre danach die Erinnerung wachzuhalten“.

Osemont berichtete in der Januar-Ausgabe.
Im Juni wurden die Arbeiten im Rathaus Waldniel der Öffentlichkeit vorgestellt. Die RP berichtete am 5. Juni unter „Euthanasie: Schüler zeigen Schicksale„.