Ausstellung in Jemnice

Katharina Struber und Klaus Gruber laden ein zu einer Ausstellung ihrer Arbeiten zur Erinnerungskultur im Schloss Jemnice/CZ. Am Montag, dem 29. Juni um 18 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet und ist bis zum 31. August zu sehen. Dokumentiert ist auch die künstlerische Auseinandersetzung mit der Geschichte von Waldniel-Hostert.

Die Ausstellung findet statt im Rahmen der „open gallery“, eines interreg-projektes, in dem fünf weitere Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in den mehr oder weniger sanierten Räumen des Schlosses präsentieren.

SPD Mönchengladbach

Am Samstag, den 06.06.2026, trafen sich Mitglieder der SPD aus Mönchengladbach und Viersen mit Dr. John Lentzsch, um sich über die Geschichte der Anstalt in Waldniel-Hostert informieren zu lassen. Herr Eguzoro Ubochi (Ortsverein Volksgarten) hatte den Besuch organisiert und weitere Ortsvereine sowie die Jusos informiert und eingeladen.

Mehr als 20 Interessierte trafen sich zunächst in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Dr. Lentzsch berichtete hier von den Ursprüngen des St. Josefsheims. 1937 wurde Waldniel-Hostert eine Zweigstelle der Heil- und Plegeanstalt Süchteln-Johannistal. Der Bericht über die Euthanasiemorde während des zweiten Weltkriegs wurde mit großem Interesse und Betroffenheit aufgenommen.

Im Anschluss an die Information in der Kirche gingen alle Besucher zur Gedenkstätte. Hier informierte Dr. Lentzsch über die Geschichte des Gedenkens. Im Anschluss legten alle Anwesenden eine Schweigeminute für die Opfer ein.

Die Besucher haben sich dazu entschlossen, für das Projekt Ally der Film zu sammeln.

Besuch aus den Niederlanden

Am 28.05.2026 traf bereits um kurz vor 8 Uhr eine Reisegruppe um Leon Moonen aus unserem Nachbarland ein, um sich über die Geschichte der Anstalt informieren zu lassen.

Ein besonderes Interesse galt dabei der Ideologie des Nationalsozialismus und der Frage, wie diese Ideologie sich vor Ort in den Morden an Menschen mit Behinderung niedergeschlagen hat. Viele Nachfragen bezogen sich zudem auf die Rolle von Ärzten bei den Euthanasiemorden. Da die Gruppe sich auf einer Reise zu mehreren Orten von NS Verbrechen im Rheinland befand, verabschiedeten die Gäste sich nach einer Stunde, um nach Köln aufzubrechen.

Gedenken am 8. Mai

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Kreis Viersen folgten am 8. Mai der Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und nahmen zusammen mit zahlreichen Gleichaltrigen an einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 81. Jahrestags des Kriegsendes in Europa auf der Gedenkstätte Waldniel-Hostert teil.

Zu den Rednern zählten Bürgermeister Andreas Gisbertz (CDU) und der Landrat des Kreises Viersen, Bennet Gielen (CDU). Alle Redner hoben hervor, dass aus dem Erinnern an die Gewalt und die Not des 2. Weltkriegs die Verantwortung erwächst, dem erstarkenden Rechtsextremismus in der Gegenwart entgegenzutreten und sich für die Bewahrung der Demokratie einzusetzen.

Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Waldniel verlasen Zitate von Margot Friedländer und luden zum Nachdenken über Demokratie, Frieden und Versöhnung ein. Die Hauptschule Waldniel ist die Patenschule der Gedenkstätte und wird sich im Sommer in Margot Friedländer Schule umbenennen.