Virtuelles Gedenken

Am 27. Januar 2021 berichtet die RP , dass wegen der Corona-Pandemie die Gedenkfeier in Hostert, die die Schwalmtaler Hauptschüler jedes Jahr ausrichten, ausfällt. Eine virtuelle Präsentation sei in der Arbeit unter der Mitwirkung des Künstlers und Medienpädagogen Wolfgang Sombert, der in dem Film Eindrücke und Worte zusammenbringt.

Die Rheinische Post schreibt: „Eine Szene zeigt, wie Hauptschulleiter Jakob Mülstroh, Astrid Symanski-Pape und, stellvertretend für die Schüler, Merle Biermann sowie Bürgermeister Andreas Gisbertz (CDU) mit seinen Stellvertretern Gisela Bienert (CDU) und Jupp Pascher (SPD) an der Gedenkstätte Blumen niederlegen. „Ich bin froh, dass dieses Gedenken auch in schwierigen Zeiten gewahrt wird“, so der Bürgermeister“. (Foto u. Bericht in Osemont, Februar)

Link zur virtuellen Präsentation

NS-Opfer-Gedenken 2021

Vierunddreißig Jahre lang ist die Hauptschule Schwalmtal, heute Europaschule, ihrer Aufgabe als Patin der Gedenkstätte Waldniel-Hostert nachgekommen und hat (seit 1996) zu einem öffentlichen Gedenken eingeladen. Zur letzten Veranstaltung am 29. Januar 2020 kamen mehr als 300 Personen zusammen. In diesem Jahr darf sie aus Coronagründen nicht stattfinden. Ein digitales Format ist in der Planung.

Am 22. Januar legten Besucher vor der Wand mit den Namen der in der Fachabteilung Waldniel ermordeten Kinder sechs Frühlingssträuße nieder.

Laubkehren

Nochmals hatte sich Anfang Dezember auf der Zuwegung zur Gedenkstätte viel Laub vor den dunklen Platten gesammelt. Wieder war der Bauhof der Gemeinde Schwalmtal unterwegs. Danke!

Wegweiser

Endlich wurde das Schild, das auf die Gedenkstätte Hostert hinweist, am Rand der L 371 so positioniert, dass es für die Verkehrsteilnehmer aus beiden Fahrttrichtungen (Waldniel bzw. Autobahn) sichtbar ist. Danke!

Heimatbuch 2021

Nabrings, Arie, Die Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus in Waldniel-Hostert, Heimatbuch des Kreises Viersen 2021, S. 345-358

Im November ist das Heimatbuch des Kreises Viersen 2021 erschienen. In diesem Jahresband findet sich auf ca. 14 Seiten ein Beitrag zur künstlerischen Neugestaltung der Gedenkstätte Waldniel-Hostert unter Berücksichtigung der Vorgeschichte dieses Ortes. Vierzehn Fotos bzw. Abbildungen veranschaulichen den Prozess. Der Autor, Dr. Arie Nabrings, war als Leiter des rheinischen Archivberatungs- und Fortbildungszentrums des LVR in Brauweiler, beauftragt, die Zusammenarbeit des LVR mit den Künstlern sowie den Verantwortlichen in Schwalmtal, Kommunalgemeinde, Pfarre St. Matthias, Europaschule, zu koordinieren. Die Lektüre dieser Arbeit ist sehr zu empfehlen, macht sie doch Zusammenhänge deutlich, welche vermutlich manchen Lesern nicht bekannt sein dürften.

„Das Heimatbuch des Kreises Viersen ist für den an Geschichte, Kunstgeschichte, Kultur und Natur unseres Raumes interessierten Bürger ein wichtiges Informationsmedium. Im Jahre 1950 erschien der erste Band, seitdem wird regelmäßig Anfang November der neue Jahresband vorgelegt, der inzwischen rund 330 Seiten umfasst. Die Erfahrung zeigt: Es gibt kaum Sachverhalte oder Ereignisse, die nicht im Laufe der Jahrzehnte im Heimatbuch angesprochen worden sind (Kreis Viersen)„.